Neueste Fachinformationen:

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Geplante Änderungen im Umsatzsteuergesetz

So wird ab 1. Januar 2019 das Thema "Gutschein" im Umsatz-steuergesetz neu geregelt. Neu dabei ist die Unterscheidung zwischen Einzweck- und Mehr-zweckgutscheinen. Mit dieser Neuregelung wird die sogenannte Gutscheinrichtline der Europä-ischen Union in nationales Recht umgesetzt.

§ 3a Absatz 5 UStG bestimmt den Leistungsort für Telekommuni-kationsdienstleistungen, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen und bei auf elektronischem Weg erbrachten sonstigen Leistungen. Hier wird nun ab 2019 ein Schwellenwert von 10.000 Euro eingeführt, damit auch kleine Firmen künftig die Besteuerung im Inland vornehmen können.

Anhebung der Grenze für Klein-betragsrechnungen auf 250 € durch das Bürokratieentlast-ungsgesetz II

Am 12.05.2017 hat der Bundesrat dem Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Bürokratieentlastungsgesetz II) zugestimmt. Durch das Bürokratie-entlastungsgesetz II hebt der Gesetzgeber die Grenze für Klein-betragsrechnungen (§ 33 UStDV) rückwirkend zum 01.01.2017 von 150 € auf 250 € an. Damit bezweckt der Gesetzgeber einen Verein-fachungseffekt vor allem bei Bar-umsätzen, im Handel mit Waren des täglichen Bedarfs sowie bei Abrechnungen durch Automaten.

Die GoBD im Fokus der Betriebsprüfungen

Seit 2015 gelten die von der Finanzverwaltung aufgestellten GoBD. Bislang aber haben viele Bestimmungen im Rahmen von Betriebsprüfungen keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Das ist nun anders, da einige Urteile des BFH aus der jüngsten Vergangenheit die Rechte der Betriebsprüfer erheblich gestärkt und die Anforderungen an eine ordnungsgemäße – digitale – Buchführung enorm verschärft haben.

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"Entgelt" wird im Jahr 2019 neu definiert

Auch der Begriff "Entgelt" in § 10 Absatz 1 UStG erhält eine neue Definition. Damit wird die Bezeich-nung an die Formulierung in Artikel 73 Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie angepasst. Außerdem gilt es, die

EU-Richtlinie 2017/2455 in Bezug auf bestimmte mehrwertsteuerliche Pflichten für die Erbringung von Dienstleistungen und für Fernverkäufe von Gegenständen in nationales Recht umzusetzen.

Anhebung der Schwelle bei GWG (BMWi)

Am 06.03.2017 hat sich die Koalition auf die Anhebung der Schwelle zur Sofortabschreibung für sog. geringwertige Wirtschaftsgüter geeinigt.

 

Statt bislang 410 Euro sollen künftig Anschaffungen wie beispielsweise Büromaterialien bis zu einem Wert von 800 Euro sofort abgeschrieben werden können.

Die neue Schwelle soll ab dem 01.01.2018 gelten.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die Pressemitteilung des Bundes-ministeriums für Wirtschaft und Energie.

Elektronische Aufzeichnungs-systeme (z. B. elektronische Registrierkassen)

Zum 31. Dezember 2016 läuft die Übergangsfrist des BMF-Schreibens vom 26. November 2010 (BStBl I S. 1342) zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften aus. Ab dem 1. Januar 2017 müssen Unterlagen im Sinne des § 147 Absatz 1 Abgabenordnung, die mittels elektronischer Registrier-kassen, Waagen mit Registrier-kassenfunktion, Taxametern und Wegstreckenzähler erstellt worden sind, für die Dauer der Aufbewahr-ungsfrist jederzeit verfügbar, unver-züglich lesbar und maschinell auswertbar aufbewahrt werden (§ 147 Absatz 2 Abgabenordnung).

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Ab 1. Januar 2019 neue Aufzeichnungspflichten für Betreiber von elektronischen Marktplätzen (Online-Handel / E-Commerce)

Mit Einführung der §§ 22f und 22e Umsatzsteuergesetz (UStG) gibt es ab 1. Januar 2019 neue Aufzeich-nungspflichten für Betreiber von elektronischen Marktplätzen. Zudem wird eine sogenannte Gefährdungshaftung normiert. Damit sollen künftig Umsatzsteuer-ausfälle beim Handel mit Waren auf elektronischen Marktplätzen im Internet verhindert werden.

Ab Januar 2018 kommt die Kassennachschau! Was Sie beachten müssen

Die Anforderungen an die Kassen-führung in Betrieben mit Bargeld werden in den kommenden Jahren immer höher. Ab dem 1. Januar 2018 hat das Finanzamt eine neue Möglichkeit zur Überprüfung von Bargeld-Kassen: Die Kassennach-schau. Ist eine Kasse nicht ordnungsgemäß geführt, drohen empfindliche Strafen und Steuer-Nachzahlungen.

Das neue Instrument der Kassen-nachschau bedeutet, Prüfer des Finanzamtes können jederzeit, wenn ein Betrieb offen hat, unan-gekündigt in die Geschäfte kommen und die Kassenführung überprüfen. Das wird bei laufendem Betrieb passieren. „Viel Betrieb“ ist dabei keine Ausrede.

BilRUG - Die wichtigsten Neuregelungen im Bilanzrecht

Mit dem Bilanzrichtlinienum-setzungsgesetz (BilRUG) tritt 2016 die größte Reform im Handels-gesetzbuch (HGB) in Kraft, seit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG).

Die Bundesregierung hat damit die Vorgaben der EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU umgesetzt. Für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, müssen Unternehmen ihre Bilanzen nach den Regeln des BilRUG aufstellen.